Inselhopping für Anfänger
Heute war ein sehr spontaner Tag. Meine Mitbewohnerin und ich wollten zu den Prinzeninseln. Die Fähre sollte aber schon um 10:50h kommen, nicht um 11:05h, wie wir am Tag zuvor nachgeschaut haben. So kam es, dass wir eine spätere Fähre nehmen mussten. Diese war total überfüllt, die Inseln scheinen ein sehr beliebtes Ausflugsziel zu sein, verständlicherweise am Sonntag. Auf der Fähre habe ich einen Türken kennengelernt, der mir auf seinem Handy gezeigt hat, in welchem Stadtteil er wohnt und wie schön es dort ist. Dies scheint wohl sehr üblich zu sein hier. Bisher haben viele Türken, die ich hier kennengelernt habe ihr Handy gezückt, um mir Bilder zu zeigen. Sie scheinen einerseits sehr stolz zu sein auf ihre Familie oder ihren Stadtteil, in dem sie wohnen, aber sie scheinen auch ein großes Mitteilungsbedürfnis zu haben.
Während der Fahrt hat ein Mann wie ein Marktschreier (oder ein Verkäufer im Fernsehen) Werbung gemacht für einen Zitronenentsafter (mit Vorführung), den ein paar begeisterte Türken gekauft haben. Danach habe ich noch eine Frau kennengelernt, die nur Türkisch spricht. Ich habe mich erstaunlich gut mit ihr unterhalten. Sie ist momentan zu Besuch in Istanbul bei ihrer Tante und kommt eigentlich aus Samsun. Auch sie hat mir einige Bilder auf dem Handy gezeigt, von ihren Eltern oder ihrem Enkel zum Beispiel. Darüber hinaus hat sie noch einiges von ihrer Familie erzählt und gesagt, dass ich unbedingt einmal Samsun besuchen müsste!
Leider hatten meine Mitbewohnerin und ich das Problem, dass wir nicht wussten, bei welcher der vier Inseln wir aussteigen mussten. Also habe ich meine neuen Bekannten gefragt, auf welcher der Inseln man denn normalerweise so aussteigt bzw. welche die größte ist. Und das sollte wohl die letzte sein. Gerade dort angekommen bekomme ich von meiner deutschen Freundin hier eine SMS, dass alle anderen bei der zweiten Insel ausgestiegen sind. Und nun?
Ich habe versucht Hatice, meiner neuen Bekannten, unser Problem auf Türkisch zu erklären und sie, ihre Familie und ein Beamter haben uns geholfen herauszufinden, wie man wieder zurückkommt. Die Fähre sollte aber erst in einer Dreiviertelstunde fahren. Meine Mitbewohnerin wollte gern noch etwas essen gehen, also haben wir ein Restaurant besucht. Ich habe nur einen türkischen Kaffee getrunken. Die Menschen am Nachbartisch haben etwas sehr Interessantes gegessen. Ich konnte nicht einordnen, ob es eine Art Kartoffeln oder Kroketten waren oder doch eine Süßspeise. Meine Neugier hat dann dazu geführt, dass ich sie gefragt habe, was es ist. Sie sagten, es sei Nachtisch und ich könne gerne probieren. So eine leckere Nachspeise habe ich noch nicht gegessen! Es war frittierter Teig, wieder ähnlich Berliner, diesmal aber mit Zimt. Nachdem meine Mitbewohnerin ihr Essen bezahlt hat (Meinen Kaffee habe ich komischerweise geschenkt bekommen!), haben wir uns diese Nachspeise gekauft. Sie war unheimlich lecker, aber auch sehr sättigend, sodass wir nicht alles geschafft haben.
Dann ging es mit der Fähre auf die zweite Insel. Diese war, wie auch die andere schon atemberaubend schön und bot einen wundervollen Blick auf ganz Istanbul. Hier sollten wir vom Anleger aus rechts entlang laufen, um ein Tor zu suchen. Das haben wir dann auch eine Dreiviertelstunde lang getan und dabei gefühlt halb die Insel umrundet. Dann haben wir die Suche aufgegeben und sind mit einer Kutsche zurückgefahren. Dem Kutscher habe ich gesagt, dass er uns zu dem Strand bringen soll. Das hat er dann auch getan…einem öffentlichen Strand – ohne Tor. Als ich gefragt habe, ob es noch einen Strand gibt, sagte er nur „Başka bir plaj yok.“ (Es gibt nicht noch einen Strand.) Na super. Dann mussten wir einsehen, dass wir wohl wieder auf der falschen Insel gelandet sind. Also sind wir in einem Restaurant einen Tee trinken gegangen und haben überlegt, was wir machen. Dort wollte ich zur Toilette gehen und es war besetzt. Mir wurde ein Stuhl hingestellt, damit ich mich beim Warten setzen kann :D Sehr zuvorkommend. Nachdem wir auch diesmal wieder nicht bezahlen mussten und losgegangen sind, wollten wir dann zum Steinstrand. Dort war zwar kein Sand, aber man hatte die Möglichkeit, umsonst (auf der anderen Insel hätte man Eintritt bezahlen müssen) im Marmarameer baden zu gehen. Hier haben wir zwei Türken getroffen, mit denen wir ins Gespräch gekommen sind. Der eine hatte eine Schnorchelausrüstung dabei, die ich mir kurz leihen durfte. Und unter Wasser gab es einige Fischschwärme, Algen und Muscheln zu sehen! Dann mussten wir auch schon zurück zur Fähre. In Kadiköy angekommen war ein Großteil des Fährplatzes gesperrt. Wir dachten uns es seien wieder Demonstrationen. Aber diesmal war es nicht so. Direkt am Pier haben wir uns frisch gebratenen Fisch im Brötchen gekauft und ich habe den Verkäufer gefragt, was für eine Veranstaltung stattfindet. Er sagte, es sei ein Konzert mit türkischen Sängern. Zu dem Zeitpunkt hat aber nur eine Frau auf Türkisch gesprochen und es war nicht interessant. Das Fischbrötchen, wie sollte es anders sein, war unheimlich lecker!
Zuhause habe ich mich dann für den 10km-Lauf vom Avrasya Maratonu im November eingetragen, zu dem mich ein deutscher Student eingeladen hat. Dabei hat man die Möglichkeit, über die Atatürkbrücke zu joggen! Ich habe gleich mal ein paar Plätze rausgesucht, um zu trainieren. In Istanbul garnicht so einfach.
Ansonsten gab es hier noch ein paar Zimmerbesichtigungen. Ich bin mal gespannt, wer hier noch einziehen wird.
Während der Fahrt hat ein Mann wie ein Marktschreier (oder ein Verkäufer im Fernsehen) Werbung gemacht für einen Zitronenentsafter (mit Vorführung), den ein paar begeisterte Türken gekauft haben. Danach habe ich noch eine Frau kennengelernt, die nur Türkisch spricht. Ich habe mich erstaunlich gut mit ihr unterhalten. Sie ist momentan zu Besuch in Istanbul bei ihrer Tante und kommt eigentlich aus Samsun. Auch sie hat mir einige Bilder auf dem Handy gezeigt, von ihren Eltern oder ihrem Enkel zum Beispiel. Darüber hinaus hat sie noch einiges von ihrer Familie erzählt und gesagt, dass ich unbedingt einmal Samsun besuchen müsste!
Leider hatten meine Mitbewohnerin und ich das Problem, dass wir nicht wussten, bei welcher der vier Inseln wir aussteigen mussten. Also habe ich meine neuen Bekannten gefragt, auf welcher der Inseln man denn normalerweise so aussteigt bzw. welche die größte ist. Und das sollte wohl die letzte sein. Gerade dort angekommen bekomme ich von meiner deutschen Freundin hier eine SMS, dass alle anderen bei der zweiten Insel ausgestiegen sind. Und nun?
Ich habe versucht Hatice, meiner neuen Bekannten, unser Problem auf Türkisch zu erklären und sie, ihre Familie und ein Beamter haben uns geholfen herauszufinden, wie man wieder zurückkommt. Die Fähre sollte aber erst in einer Dreiviertelstunde fahren. Meine Mitbewohnerin wollte gern noch etwas essen gehen, also haben wir ein Restaurant besucht. Ich habe nur einen türkischen Kaffee getrunken. Die Menschen am Nachbartisch haben etwas sehr Interessantes gegessen. Ich konnte nicht einordnen, ob es eine Art Kartoffeln oder Kroketten waren oder doch eine Süßspeise. Meine Neugier hat dann dazu geführt, dass ich sie gefragt habe, was es ist. Sie sagten, es sei Nachtisch und ich könne gerne probieren. So eine leckere Nachspeise habe ich noch nicht gegessen! Es war frittierter Teig, wieder ähnlich Berliner, diesmal aber mit Zimt. Nachdem meine Mitbewohnerin ihr Essen bezahlt hat (Meinen Kaffee habe ich komischerweise geschenkt bekommen!), haben wir uns diese Nachspeise gekauft. Sie war unheimlich lecker, aber auch sehr sättigend, sodass wir nicht alles geschafft haben.
Dann ging es mit der Fähre auf die zweite Insel. Diese war, wie auch die andere schon atemberaubend schön und bot einen wundervollen Blick auf ganz Istanbul. Hier sollten wir vom Anleger aus rechts entlang laufen, um ein Tor zu suchen. Das haben wir dann auch eine Dreiviertelstunde lang getan und dabei gefühlt halb die Insel umrundet. Dann haben wir die Suche aufgegeben und sind mit einer Kutsche zurückgefahren. Dem Kutscher habe ich gesagt, dass er uns zu dem Strand bringen soll. Das hat er dann auch getan…einem öffentlichen Strand – ohne Tor. Als ich gefragt habe, ob es noch einen Strand gibt, sagte er nur „Başka bir plaj yok.“ (Es gibt nicht noch einen Strand.) Na super. Dann mussten wir einsehen, dass wir wohl wieder auf der falschen Insel gelandet sind. Also sind wir in einem Restaurant einen Tee trinken gegangen und haben überlegt, was wir machen. Dort wollte ich zur Toilette gehen und es war besetzt. Mir wurde ein Stuhl hingestellt, damit ich mich beim Warten setzen kann :D Sehr zuvorkommend. Nachdem wir auch diesmal wieder nicht bezahlen mussten und losgegangen sind, wollten wir dann zum Steinstrand. Dort war zwar kein Sand, aber man hatte die Möglichkeit, umsonst (auf der anderen Insel hätte man Eintritt bezahlen müssen) im Marmarameer baden zu gehen. Hier haben wir zwei Türken getroffen, mit denen wir ins Gespräch gekommen sind. Der eine hatte eine Schnorchelausrüstung dabei, die ich mir kurz leihen durfte. Und unter Wasser gab es einige Fischschwärme, Algen und Muscheln zu sehen! Dann mussten wir auch schon zurück zur Fähre. In Kadiköy angekommen war ein Großteil des Fährplatzes gesperrt. Wir dachten uns es seien wieder Demonstrationen. Aber diesmal war es nicht so. Direkt am Pier haben wir uns frisch gebratenen Fisch im Brötchen gekauft und ich habe den Verkäufer gefragt, was für eine Veranstaltung stattfindet. Er sagte, es sei ein Konzert mit türkischen Sängern. Zu dem Zeitpunkt hat aber nur eine Frau auf Türkisch gesprochen und es war nicht interessant. Das Fischbrötchen, wie sollte es anders sein, war unheimlich lecker!
Zuhause habe ich mich dann für den 10km-Lauf vom Avrasya Maratonu im November eingetragen, zu dem mich ein deutscher Student eingeladen hat. Dabei hat man die Möglichkeit, über die Atatürkbrücke zu joggen! Ich habe gleich mal ein paar Plätze rausgesucht, um zu trainieren. In Istanbul garnicht so einfach.
Ansonsten gab es hier noch ein paar Zimmerbesichtigungen. Ich bin mal gespannt, wer hier noch einziehen wird.
MandyOuzo - 15. Sep, 23:18
