Baden in Salzterrassen und geklautes Internet
So, jetzt habe ich eine ganze Zeit lang nicht geschrieben. Aber die Zeit verging einfach wie im Fluge und es ist viel passiert seitdem. Letztes Wochenende haben mich Mama und Frank besucht. Wir haben uns zusammen ein bisschen die Altstadt von Istanbul und auch Kadiköy angeschaut. Es war echt schön den beiden zu zeigen, wo und wie ich so lebe. Und ich hoffe, den beiden hat es auch ein wenig gefallen in meiner momentanen Heimat.
Montag und Dienstag hatte ich mal wieder ziemlich viel Uni. Am Dienstag habe ich meine erste Präsentation gehalten. Dafür habe ich mich die Woche vorher vorbereitet. Da war das Wetter ziemlich schlecht. Von einem Tag auf den anderen waren es 20 Grad weniger und ich hatte ziemlich mit Kopfschmerzen und einer kalten Wohnung zu kämpfen, da die Heizung noch nicht funktionieren wollte. Die Präsentation hat recht gut geklappt, nachdem ich mir so einige Gedanken gemacht habe, weil die letzte schon ein paar Jahre her war.
Für dieses Wochenende stand ein Trip an, nach Izmir, Ephesus und Pamukkale. Mit dem Bus ging es zehn Stunden in den Süden. Izmir ist wirklich sehr schön (zumindest das, was ich gesehen habe, wir haben nicht lange gehalten), es hat mich sehr an Barcelona erinnert. Vorher dachte ich, es sei eine Stadt wie jede andere auch. In Ephesus gab es Ruinen einer Stadt zu bestaunen. Mit einem Tourguide hat das Ganze dann auch etwas mehr Sinn gemacht. Es ist schon schön zu erfahren, wie die Menschen damals gelebt haben. Pamukkale war aber das Highlight: die Salzterrassen sind der Wahnsinn! Es war so warm, dass man darin baden konnte. Dabei konnte man die wunderschöne Aussicht über das Tal genießen. Das mediterrane Klima war sowieso sehr angenehm. Jeden Tag waren es fast dreißig Grad. Darüber hinaus hat man sich wie in der Toskana gefühlt: überall Zypressen und Olivenbäume. Bei dem Trip war auch eine Weinprobe dabei, auf die ich mich sehr gefreut habe, jedoch ziemlich enttäuscht wurde: es gab Fruchtwein, der nach Essig schmeckte… Das musste wohl auch so. Als Salatdressing würde ich ihn vielleicht nehmen, aber zum Trinken war er dann wirklich nicht lecker genug. Da habe ich mir lieber ein Eis gegönnt. Allerdings ist das „dondurma“ nicht so wie in Deutschland ein Milchspeiseeis. Es ist eher eine gummiartige Masse mit Fruchtgeschmack. Die Eisverkäufer werben damit, dass sie gegen Kuhglocken schlagen und das Eis mit einem Stock kneten, teilweise hoch über ihrem Kopf. Dieses Eis ist ganz okay, aber ich freue mich doch wieder über ein leckeres Eis zuhause ;)
Darüber hinaus waren wir in einem Hotel untergebracht, was für den Preis wirklich super war. Wir hatten ein sauberes Zimmer mit Balkon und eigener Dusche. Das Buffet war ziemlich gut und der Strand war auch nicht weit entfernt. Auch abends konnte man im Meer noch schwimmen, da es recht warm war. Wirklich wunderschön! Da habe ich mich etwas geärgert, dass ich meine Residence Permit noch nicht hatte. Denn die griechische Insel Samos ist von Güzelҫamlı nicht weit entfernt.
Der Trip wurde von einer Studentenorganisation durchgeführt und die Absprachen waren recht „türkisch“. Sollte zum Beispiel um achtzehn Uhr die Abfahrt mit dem Bus sein, wusste man schon vorher, dass sie mindestens eine halbe Stunde später sein würde :D Hat man mal eine Information durch die Veranstalter bekommen, war auch nicht klar, ob diese stimmt oder nicht doch wieder geändert werden würde. Letztendlich hat der Trip aber gut geklappt.
Ohja, vor dem Trip habe ich mein Handy registrieren lassen. In der Türkei eine spannende Sache. Hier muss man sein Handy registrieren lassen, wenn man es mit einer türkischen SIM-Karte nutzen möchte, da es sonst nach ca. zwei Wochen gesperrt wird. Man hat auch die Möglichkeit, sich gebraucht ein altes türkisches Handy zu kaufen und zu nutzen. Aber da ich auch daran interessiert war, das Internet zu nutzen, habe ich mich für die Registrierung entschieden. Dazu musste ich zunächst in eines der vielen Ämter in Istanbul, dieses war zum Glück in Kadiköy. Die Ungarin hat es mir nach einem unserer mittlerweile obligatorischen „Börekman-Meetings“ gezeigt. Dort musste ich meinen Reisepass vorzeigen, die sogenannte IMEI-Nummer meines (bzw. Uwes, danke an dieser Stelle =)) Smartphones angeben (dass es so eine gibt, wusste ich zuvor nicht…) und 115 Lira bezahlen. Nach zwei Minuten war diese teure Sache damit erstmal erledigt. Jetzt musste nur noch eine Karte her. Dabei stellt sich die Frage: Turkcell, Avea oder Vodafone? Im Internet hatte ich zuvor gelesen, dass Avea gute Angebote hat, deshalb habe ich mir einen Shop davon gesucht. Natürlich hat hier, wie auch schon im Amt, niemand Englisch gesprochen. Ein Verkäufer allerdings konnte gebrochenes Englisch, ich gebrochenes Türkisch, also passte es :D Ich habe ihm klar gemacht, dass ich nur ein Prepaidangebot haben möchte, mit Internet, SMS und Telefonieren. Er hat mir ein Angebot gemacht. Monatlich kann ich jetzt einen Betrag aufladen und habe dann zwar keine Flat, aber kann viele SMS schreiben, telefonieren und auch ins Internet. Nun sollte es eine Stunde dauern, bis die Karte aktiviert ist. Leider hat dies dann aber nicht geklappt. Da ich dann auf den Trip gefahren bin, hat sich das Thema aber leider erstmal erledigt. Einen Tag später die Überraschung: zwar kann ich immer noch keine SMS senden, aber das Internet funktioniert…Damit war ich erstmal gerettet. Denn Uwe hatte Samstag Geburtstag und es wäre sehr ärgerlich gewesen, wenn ich mich nicht bei ihm hätte melden können. Aber so war alles gut. Zumindest zunächst… Am Sonntag sollte das Internet dann auch nicht mehr funktionieren. Also musste ich nun am Montag wieder hin. Anscheinend musste das Paket für diesen Monat noch installiert werden. Wessen Internet ich bis dahin genutzt hab, weiß ich auch nicht… Allerdings funktionieren jetzt sogar die SMS, zumindest innerhalb der Türkei.
Montag und Dienstag hatte ich mal wieder ziemlich viel Uni. Am Dienstag habe ich meine erste Präsentation gehalten. Dafür habe ich mich die Woche vorher vorbereitet. Da war das Wetter ziemlich schlecht. Von einem Tag auf den anderen waren es 20 Grad weniger und ich hatte ziemlich mit Kopfschmerzen und einer kalten Wohnung zu kämpfen, da die Heizung noch nicht funktionieren wollte. Die Präsentation hat recht gut geklappt, nachdem ich mir so einige Gedanken gemacht habe, weil die letzte schon ein paar Jahre her war.
Für dieses Wochenende stand ein Trip an, nach Izmir, Ephesus und Pamukkale. Mit dem Bus ging es zehn Stunden in den Süden. Izmir ist wirklich sehr schön (zumindest das, was ich gesehen habe, wir haben nicht lange gehalten), es hat mich sehr an Barcelona erinnert. Vorher dachte ich, es sei eine Stadt wie jede andere auch. In Ephesus gab es Ruinen einer Stadt zu bestaunen. Mit einem Tourguide hat das Ganze dann auch etwas mehr Sinn gemacht. Es ist schon schön zu erfahren, wie die Menschen damals gelebt haben. Pamukkale war aber das Highlight: die Salzterrassen sind der Wahnsinn! Es war so warm, dass man darin baden konnte. Dabei konnte man die wunderschöne Aussicht über das Tal genießen. Das mediterrane Klima war sowieso sehr angenehm. Jeden Tag waren es fast dreißig Grad. Darüber hinaus hat man sich wie in der Toskana gefühlt: überall Zypressen und Olivenbäume. Bei dem Trip war auch eine Weinprobe dabei, auf die ich mich sehr gefreut habe, jedoch ziemlich enttäuscht wurde: es gab Fruchtwein, der nach Essig schmeckte… Das musste wohl auch so. Als Salatdressing würde ich ihn vielleicht nehmen, aber zum Trinken war er dann wirklich nicht lecker genug. Da habe ich mir lieber ein Eis gegönnt. Allerdings ist das „dondurma“ nicht so wie in Deutschland ein Milchspeiseeis. Es ist eher eine gummiartige Masse mit Fruchtgeschmack. Die Eisverkäufer werben damit, dass sie gegen Kuhglocken schlagen und das Eis mit einem Stock kneten, teilweise hoch über ihrem Kopf. Dieses Eis ist ganz okay, aber ich freue mich doch wieder über ein leckeres Eis zuhause ;)
Darüber hinaus waren wir in einem Hotel untergebracht, was für den Preis wirklich super war. Wir hatten ein sauberes Zimmer mit Balkon und eigener Dusche. Das Buffet war ziemlich gut und der Strand war auch nicht weit entfernt. Auch abends konnte man im Meer noch schwimmen, da es recht warm war. Wirklich wunderschön! Da habe ich mich etwas geärgert, dass ich meine Residence Permit noch nicht hatte. Denn die griechische Insel Samos ist von Güzelҫamlı nicht weit entfernt.
Der Trip wurde von einer Studentenorganisation durchgeführt und die Absprachen waren recht „türkisch“. Sollte zum Beispiel um achtzehn Uhr die Abfahrt mit dem Bus sein, wusste man schon vorher, dass sie mindestens eine halbe Stunde später sein würde :D Hat man mal eine Information durch die Veranstalter bekommen, war auch nicht klar, ob diese stimmt oder nicht doch wieder geändert werden würde. Letztendlich hat der Trip aber gut geklappt.
Ohja, vor dem Trip habe ich mein Handy registrieren lassen. In der Türkei eine spannende Sache. Hier muss man sein Handy registrieren lassen, wenn man es mit einer türkischen SIM-Karte nutzen möchte, da es sonst nach ca. zwei Wochen gesperrt wird. Man hat auch die Möglichkeit, sich gebraucht ein altes türkisches Handy zu kaufen und zu nutzen. Aber da ich auch daran interessiert war, das Internet zu nutzen, habe ich mich für die Registrierung entschieden. Dazu musste ich zunächst in eines der vielen Ämter in Istanbul, dieses war zum Glück in Kadiköy. Die Ungarin hat es mir nach einem unserer mittlerweile obligatorischen „Börekman-Meetings“ gezeigt. Dort musste ich meinen Reisepass vorzeigen, die sogenannte IMEI-Nummer meines (bzw. Uwes, danke an dieser Stelle =)) Smartphones angeben (dass es so eine gibt, wusste ich zuvor nicht…) und 115 Lira bezahlen. Nach zwei Minuten war diese teure Sache damit erstmal erledigt. Jetzt musste nur noch eine Karte her. Dabei stellt sich die Frage: Turkcell, Avea oder Vodafone? Im Internet hatte ich zuvor gelesen, dass Avea gute Angebote hat, deshalb habe ich mir einen Shop davon gesucht. Natürlich hat hier, wie auch schon im Amt, niemand Englisch gesprochen. Ein Verkäufer allerdings konnte gebrochenes Englisch, ich gebrochenes Türkisch, also passte es :D Ich habe ihm klar gemacht, dass ich nur ein Prepaidangebot haben möchte, mit Internet, SMS und Telefonieren. Er hat mir ein Angebot gemacht. Monatlich kann ich jetzt einen Betrag aufladen und habe dann zwar keine Flat, aber kann viele SMS schreiben, telefonieren und auch ins Internet. Nun sollte es eine Stunde dauern, bis die Karte aktiviert ist. Leider hat dies dann aber nicht geklappt. Da ich dann auf den Trip gefahren bin, hat sich das Thema aber leider erstmal erledigt. Einen Tag später die Überraschung: zwar kann ich immer noch keine SMS senden, aber das Internet funktioniert…Damit war ich erstmal gerettet. Denn Uwe hatte Samstag Geburtstag und es wäre sehr ärgerlich gewesen, wenn ich mich nicht bei ihm hätte melden können. Aber so war alles gut. Zumindest zunächst… Am Sonntag sollte das Internet dann auch nicht mehr funktionieren. Also musste ich nun am Montag wieder hin. Anscheinend musste das Paket für diesen Monat noch installiert werden. Wessen Internet ich bis dahin genutzt hab, weiß ich auch nicht… Allerdings funktionieren jetzt sogar die SMS, zumindest innerhalb der Türkei.
MandyOuzo - 14. Okt, 21:32
