Eine kleine Reise nach Europa
Heute bin ich das erste Mal Fähre gefahren. In Istanbul ein sehr angenehmes Verkehrsmittel mit Frischluft und wunderschöner Aussicht auf viele Sehenswürdigkeiten sowie auf das Marmarameer und den Bosporus. Und ich habe auch wirklich nur zwanzig Minuten zum anderen Kontinent gebraucht (und nicht anderthalb Stunden, wie teilweise auf den Internetseiten zu finden war…). Dank meiner großzügigen Zeitkalkulation war ich natürlich viel zu früh da und musste noch zwanzig Minuten warten. Ich habe mich nämlich mit einer anderen Studentin aus Bremen getroffen, die auch erst seit kurzer Zeit da ist, um die Stadt ein wenig zu erkunden. Dazu sind wir zunächst mit der Füniküler, der Seilbahn, nach Taksim gefahren und haben uns in den Gezi-Park gesetzt. Erschreckend, wie friedlich heute Mittag die Stimmung in diesem schönen Park war. Heut Abend wurden Warnungen rausgegeben, dass es wieder Proteste auf dem Platz geben würde. Einfach unvorstellbar, auch dass vor wenigen Monaten noch so schreckliche Dinge dort passiert sind. Hoffentlich hat das bald ein Ende.
Danach sind wir die İstiklal Caddesi heruntergeschlendert, eine ziemlich große Einkaufsstraße, die sehr europäisch geprägt ist. Dort haben wir einen richtigen Türkҫe Kahvesi, einen türkischen Kaffee mit viel Kaffeesatz getrunken. Der ist ziemlich stark und ziemlich lecker! Aber als ich die Bedienung auf Türkisch angesprochen habe, war sie sehr verwirrt und hat auf Englisch geantwortet :D Auf unserem weiteren Weg konnten wir nicht wiederstehen und haben uns noch einen Portakal Suyu, frisch gepressten Orangensaft gekauft. Sehr zu empfehlen! Direkt am Galataturm und dem Baumarkt auf der Straße (Werkzeug vom Sägeblatt über Motorsäge bis hin zur Bohrmaschine alles erhältlich und direkt vor Ort die Möglichkeit zum Ausprobieren!) vorbei sind wir dann auch über die Galatabrücke gelaufen. Die für diese Brücke typischen Angler waren auch in Massen anzutreffen.
Momentan scheint wohl ein Fest hier in Istanbul zu sein. Auf jeden Fall war direkt vor dem Gewürzbasar ein Riesennachbau eines asiatischen Palastes vorzufinden. Dann sind wir „kurz“ über den Basar gelaufen und ich habe mir einen tollen kleinen Topf gekauft, mit dem man Wasser erhitzen kann (da wir ja kaum Geschirr zuhause haben…). Nach dieser Reizüberflutung von verschiedenen Gerüchen und Farben war erstmal ein Elma Çay, ein Apfeltee, nötig. Dabei haben wir abgesprochen, dass wir uns als letzten Punkt für diesen Tag noch die Yerebatan Sarnıcı, eine Zisterne, anschauen wollen. Diese kommt in einem aktuellen Roman vor (ohne ihn zu nennen, falls ihn noch jemand lesen möchte) und ich wollte mir diesen Schauplatz mal aus der Nähe ansehen. Aber vorher sind wir noch an der Hagia Sofia, die jetzt, nachdem sie ewig lang eine Kirche bzw. Moschee war, ein Museum ist, und der Blauen Moschee, vorbeigekommen. Dort war auch eine Veranstaltung. Da haben ganz viele Asiaten getrommelt. Das gehört wohl, wie zuvor auch der nachgebaute Palast, zur İstanbul-Gyeongju World Culture Expo 2013. Dort haben wir noch jemanden getroffen, der uns eine Bosporusfahrt andrehen wollte. Mit ihm sind wir dann aber ins Gespräch gekommen und er hat erzählt, dass er aus Syrien kommt und was er dort Schreckliches erlebt hat…
An der Blauen Moschee haben wir uns in die Sonne gesetzt und ich habe einen Maiskolben gegessen.
Schade, in die Zisterne kam man als ausländischer Student leider nicht zum ermäßigten Preis. Dafür gab es aber trotzdem was zu sehen: Die Stimmung dort war einfach sehr schön. Es gab schummriges rot-oranges Licht, dass die vielen Säulen erleuchtet, die die gewölbte Decke tragen. Über verschiedene Stege kann man durch die Zisterne laufen, denn der Boden ist leicht mit Wasser bedeckt. Und aus welchem Grund auch immer schwimmen viele Fische darin. Eine große Attraktion in der Zisterne ist die Medusa, um die sich viele Sagen tummeln (eine Säule, die auf einem aus einem aus Stein gemeißelten Kopf mit Schlangenhaaren lastet). Auf dem Weg zur Metro war noch eine Veranstaltung dieser Expo und ein paar asiatische Frauen haben auf einer Bühne recht aufreizend und knapp bekleidet getanzt. Dass das hier sein darf?!
Danach sind wir dann mit der Metro nach Kabataş und von da aus bin ich mit der Fähre zurück nach Kadıköy gefahren. Das war wunderschön, weil die Sonne gerade unterging. Und zwei Männer fingen an Geige zu spielen und dazu zu singen. Da gibt es echt schlimmere Verkehrsmittel…Eine Frau hat mich auf Türkisch angesprochen. Ich habe sie verstanden und konnte ihr antworten, juhu! Zurück auf der asiatischen Seite habe ich mir noch einen Hähnchendöner gekauft (anders als in Deutschland mit recht weichem Brot und verschiedenem Salat und Pommes darin) und bin dann nach Hause gegangen. Nachdem ich mich gestern eigentlich nur um die nötigen Dinge gekümmert habe, konnte ich heute mal richtig erleben, was für eine schöne Stadt Istanbul ist =)
Danach sind wir die İstiklal Caddesi heruntergeschlendert, eine ziemlich große Einkaufsstraße, die sehr europäisch geprägt ist. Dort haben wir einen richtigen Türkҫe Kahvesi, einen türkischen Kaffee mit viel Kaffeesatz getrunken. Der ist ziemlich stark und ziemlich lecker! Aber als ich die Bedienung auf Türkisch angesprochen habe, war sie sehr verwirrt und hat auf Englisch geantwortet :D Auf unserem weiteren Weg konnten wir nicht wiederstehen und haben uns noch einen Portakal Suyu, frisch gepressten Orangensaft gekauft. Sehr zu empfehlen! Direkt am Galataturm und dem Baumarkt auf der Straße (Werkzeug vom Sägeblatt über Motorsäge bis hin zur Bohrmaschine alles erhältlich und direkt vor Ort die Möglichkeit zum Ausprobieren!) vorbei sind wir dann auch über die Galatabrücke gelaufen. Die für diese Brücke typischen Angler waren auch in Massen anzutreffen.
Momentan scheint wohl ein Fest hier in Istanbul zu sein. Auf jeden Fall war direkt vor dem Gewürzbasar ein Riesennachbau eines asiatischen Palastes vorzufinden. Dann sind wir „kurz“ über den Basar gelaufen und ich habe mir einen tollen kleinen Topf gekauft, mit dem man Wasser erhitzen kann (da wir ja kaum Geschirr zuhause haben…). Nach dieser Reizüberflutung von verschiedenen Gerüchen und Farben war erstmal ein Elma Çay, ein Apfeltee, nötig. Dabei haben wir abgesprochen, dass wir uns als letzten Punkt für diesen Tag noch die Yerebatan Sarnıcı, eine Zisterne, anschauen wollen. Diese kommt in einem aktuellen Roman vor (ohne ihn zu nennen, falls ihn noch jemand lesen möchte) und ich wollte mir diesen Schauplatz mal aus der Nähe ansehen. Aber vorher sind wir noch an der Hagia Sofia, die jetzt, nachdem sie ewig lang eine Kirche bzw. Moschee war, ein Museum ist, und der Blauen Moschee, vorbeigekommen. Dort war auch eine Veranstaltung. Da haben ganz viele Asiaten getrommelt. Das gehört wohl, wie zuvor auch der nachgebaute Palast, zur İstanbul-Gyeongju World Culture Expo 2013. Dort haben wir noch jemanden getroffen, der uns eine Bosporusfahrt andrehen wollte. Mit ihm sind wir dann aber ins Gespräch gekommen und er hat erzählt, dass er aus Syrien kommt und was er dort Schreckliches erlebt hat…
An der Blauen Moschee haben wir uns in die Sonne gesetzt und ich habe einen Maiskolben gegessen.
Schade, in die Zisterne kam man als ausländischer Student leider nicht zum ermäßigten Preis. Dafür gab es aber trotzdem was zu sehen: Die Stimmung dort war einfach sehr schön. Es gab schummriges rot-oranges Licht, dass die vielen Säulen erleuchtet, die die gewölbte Decke tragen. Über verschiedene Stege kann man durch die Zisterne laufen, denn der Boden ist leicht mit Wasser bedeckt. Und aus welchem Grund auch immer schwimmen viele Fische darin. Eine große Attraktion in der Zisterne ist die Medusa, um die sich viele Sagen tummeln (eine Säule, die auf einem aus einem aus Stein gemeißelten Kopf mit Schlangenhaaren lastet). Auf dem Weg zur Metro war noch eine Veranstaltung dieser Expo und ein paar asiatische Frauen haben auf einer Bühne recht aufreizend und knapp bekleidet getanzt. Dass das hier sein darf?!
Danach sind wir dann mit der Metro nach Kabataş und von da aus bin ich mit der Fähre zurück nach Kadıköy gefahren. Das war wunderschön, weil die Sonne gerade unterging. Und zwei Männer fingen an Geige zu spielen und dazu zu singen. Da gibt es echt schlimmere Verkehrsmittel…Eine Frau hat mich auf Türkisch angesprochen. Ich habe sie verstanden und konnte ihr antworten, juhu! Zurück auf der asiatischen Seite habe ich mir noch einen Hähnchendöner gekauft (anders als in Deutschland mit recht weichem Brot und verschiedenem Salat und Pommes darin) und bin dann nach Hause gegangen. Nachdem ich mich gestern eigentlich nur um die nötigen Dinge gekümmert habe, konnte ich heute mal richtig erleben, was für eine schöne Stadt Istanbul ist =)
MandyOuzo - 10. Sep, 21:13
